Buch von Elke Martin: "Verlegt" - Die Krankenmorde am Beispiel der Region Stuttgart

Im Laufe des Jahres 1940 wurden über 400 Menschen mit Behinderungen aus der damaligen Anstalt Stetten im Rahmen der T4-Aktion der NS-Diktatur nach Grafeneck und Hadamar "verlegt", wie es damals schönfärberisch hieß. Die "Verlegung" bedeutete ein Todesurteil, die Opfer wurden zuerst vergast und dann verbrannt. Diese industriell geplante und durchgeführte Vernichtung von über 70.000 kranken und behinderten Menschen in ganz Deutschland war Vorläufer für den Holocaust. Die Forscherin Elke Martin, Jahrgang 1951, ist beim Stuttgarter Bürgerprojekt AnStifter aktiv und befasst sich seit 2005 mit dem Schicksal der Sinti und Roma in der NS-Zeit und mit den Opfern der Kranken- und Behindertenmorde. In dem jüngst erschienenen Buch "Verlegt - Krankenmorde 1940-41 am Beispiel der Region Stuttgart", für das sie als Herausgeberin und Autorin zeichnet, werden - als Ergebnis jahrelanger Forschungen in Archiven in ganz Deutschland - akribisch die Lebensdaten aller Ermordeten, die aus Stuttgart stammten, dokumentiert. Z.B. die Geschwister Otto, Erika und Hannelore Horland, die in der Anstalt Stetten lebten und in Grafeneck und Hadamar ermordet wurden. Für sie wurde am 23.11. ein Stolperstein vor ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Gablenberger Hauptstr. 40 im Stuttgarter Osten verlegt. Insgesamt kamen 74 Stettener Opfer aus Stuttgart und seinen Vororten. Das Buch von Frau Martin erhalten Sie für 16.90 € bei unserer Kontaktadresse, Telefon 07151/368806, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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