Interne Veranstaltungen

 Samstag, 29. Juni 2019
Fahrt zum Loretto-Hof 
  
Schon seit vielen Jahren gibt es die Verbindung zwischen der Allmende und dem Holzofenbäcker Günne Webervom Loretto-Hof oberhalb von Zwiefalten. Im Juli 2006 besuchten wir ihn erstmals auf seinem Hof, in unserer Reihe „Ibrs Land bussiert“ . Weiterer (unvergeßlicher) Programmpunkt damals: das Stück „Orpheus und Eurydike“ desTheaters Lindenhof in der Nebelhöhle. Im Januar 2009 war er bei unseren„Provinziellen Lebenswegen“ zu Gast, im Februar 2014 veranstalteten wir ein Backseminar mit ihm in unserem Backhäusle, verbunden mit einem weiteren Besuchauf der Alb im August 2014.
Nun gibt es in diesem Sommer eineweitere Gelegenheit, den „Günne“ leibhaftig auf seinem Hof zu erleben, und zwar am Samstag, 29. Juni 2019. Im Rahmen des Loretto-Sommerprogrammshält Ebbe Kögel dort seinen Vortrag über die schwäbischen Dichter August Lämmleund Josef Eberle alias Sebastian Blau.
Geplant ist eine ganztägige Busfahrt, nicht nur zum Loretto-Hof, sondern auch zu einer touristischenAttraktion in der Nähe, Mittagessen oder Kaffee/Kuchen auf dem Lorettohof.
Wir bitten jetzt schon um unverbindliche Voranmeldungen von allen, die daran grundsätzlich Interesse hätten, an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 42866.
 
 
Montag, 29. April 2019, 15:30 Uhr, Mosernachmittag im Ev. Gemeindehaus Stetten, Kirchstr. 1, Stetten 
Film „Karl Haidle – Hondert!“
 
Karl Haidle aus der Pommergaß, Jahrgang 1915, ist der älteste Stettener Bürger und erzählt in dieser spannenden Dokumentation, die im Rahmen des "Projekt Dorfgedächtnis" der Allmende erstellt wurde, aus seinem langen Leben.
Er wurde im Kaiserreich während des 1. Weltkrieges geboren und kann sich noch daran erinnern, wie die Menschen das Ende des Krieges feierten. Nach seiner Ausbildung zum Mechaniker bei der Firma Wiedmann in Fellbach kam er während der NS-Diktatur zum Reichsarbeitsdienst an die Bergstraße und nahm 1936 als „Soldat der Arbeit“ am Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg teil. Nach einem einjährigen Intermezzo als Revolverdreher beim Daimler in Untertürkheim wurde er 1937 zu den Gebirgsjägern nach Garmisch eingezogen und war mit seiner Einheit beim „Anschluss“ Österreichs und des Sudetenlands dabei. Ab September 1939 machte er als Meldefahrer auf seinem BMW-Motorrad sämtliche Feldzüge der deutschen Wehrmacht zur Eroberung Europas mit. Von Dünkirchen am Atlantik bis zum Fuße des Elbrus im Kaukasus. Wie durch ein Wunder überlebte er den Krieg unverletzt und ohne gesundheitliche Schäden.
1944 kam er in jugoslawische Kriegsgefangenschaft und kehrte erst nach 4 Jahren nach Stetten zurück.
Nach dem Krieg übernahm er die elterliche Landwirtschaft. Bis heute versorgt er die Nachbarschaft in der Pommergaß an seinem Ständle mit Eiern aus seiner Hühnerzucht.
 
 
Mittwoch, 3. April 2019, 20 Uhr, Schellingstraße e.V., Schellingstraße 6, 72072 Tübingen
Vortrag Ebbe Kögel: Wia d’Revoludsjo enn d‘Provinz kommå isch
 
Schon 1964 sang Bob Dylan „The times they are a-changin – Die Zeiten ändern sich”. In künstlerischer Vorahnung nahm er vorweg, was wenige Jahre später die ganze Welt erschüttern sollte – die Ereignisse des Jahres 1968: in Paris, in Prag, in Mexiko, in Berlin. Und auch in der schwäbischen Provinz.
Es war die Zeit des Wirtschaftswunders, der Krise der Landwirtschaft und der Bildungsreform, als die Welt vom Kopf auf die Füße gestellt wurde, „å Revoludsjo“ wie die Alten sagten. Als die Jugendlichen andere Formen des Zusammenlebens suchten, andere Musik hörten, sich anders kleideten und in Konfrontation gingen zu der Welt der Erwachsenen, in der ihr Lebensentwurf schon vorgezeichnet schien.
In seinem Vortrag in Wort, Bild, Ton und mit Anschauungsmaterial erzählt der Heimatforscher und Soziologe Ebbe Kögel aus Stetten im Remstal, Jahrgang 1953, wie sich die Zeiten damals veränderten.

Die Allmende ist: Heimatkunde - Provinzielle Lebenswege – Projekt Dorfgedächtnis – Kinematograph – Gespräche unter der Yburg – Trockenmauerprojekt + Museumswengert – Ibrs Land bussiird – Allmende Communale + Internationale