Interne Veranstaltungen

 Initiative Kleidertausch Kernen

Im Rahmen der Filmveranstaltung „Todschick – Die Schattenseite der Mode“ kam der Vorschlag zu einem Kleidertausch in Kernen auf.

Der Wunsch nach einer solchen Initiative in Kernen scheint groß zu sein. Mehr als die Hälfte des Publikums hat sich bei einer Abstimmung gemeldet - auch Männer.

Eine solche Tauschbörse bietet die Möglichkeit Kleidung jeglicher Art in einem organisierten Rahmen zu tauschen oder zu verschenken.

 

Interessierte können sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden.

(Bitte mit dem Betreff Kleidertausch)

 

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 20 Uhr, Museum unter der Yburg, Stetten

Krimilesung mit Dietrich Hub: „Wir waren Kinder“

Der in Rommelshausen lebende Krimiautor Dietrich Hub wurde 2017 mit seinem Roman „Tod auf der Yburg“ einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Nun hat er einen neuen Krimi geschrieben, den er wieder mit sehr viel Lokalkolorit anreichert: über eine (erfundene) Kappelbergschule, die zwischen Rom und Fellbach angesiedelt ist. „Vorbild“ für die bei uns spielende Handlung sind der Ereignisse an der einst real existierenden hessischen „Odenwaldschule“. Diese galt als Vorzeigeinternat der Reformpädagogik, fiel aber in die Hände von kriminellen Lehrkräften und eines Schulleiters, die jahrzehntelang SchülerInnen systematisch sexuell missbrauchten.

Im unserem Fall kommt Lisa, die als Jugendliche mit einem Vorwand vom Schulleiter aus der Kappelbergschule rausgeschmissen wurde, von ihrer neuen Schule wieder nach Fellbach zurück. Sie macht sich auf die Suche nach einem jüngeren Mitschüler, Christoph, der ihr wie ein „kleiner Bruder“ war und nach ihrem Rausschmiss spurlos verschwunden ist. Zusammen mit einer jungen Polizistin stellt sie Nachforschungen an, auch gegen den Widerstand des Behördenapparates der Polizei. Und entdeckt Furchtbares.

Eintritt: 6 Euro, Jugendliche (SchülerInnen, Studierende) frei.

 

Freitag, 24. November 2017, 20 Uhr, Museum unter der Yburg, Stetten

Provinzielle Lebenswege: Lutz Taufer

Lutz Taufer, Jahrgang 1944, wuchs in Karlsruhe auf, in der „bleiernen Zeit“ der Adenauer-Ära. Später studierte er in Freiburg und Mannheim. Dort, in der badischen Provinz, erreichten ihn auch die Ausläufer der 1968er-Revolte, mit Demonstration gegen die Notstandsgesetze und gegen den Krieg in Vietnam. Sie führten zu einer schnellen Politisierung. Über studentische Basisgruppen kam er zum Sozialistischen Patientenkollektiv (SPK) in Heidelberg. Vor dort führte ihn der Weg über die Solidaritätsarbeit mit Gefangenen in den Untergrund und zur Roten-Armee-Fraktion (RAF) und ihrem „Kommando Holger Meins“. Dieses überfiel 1975 die deutsche Botschaft in Stockholm, 2 Geiseln wurden ermordet. Es folgten 20 Jahre Gefängnis, zum großen Teil in Isolationshaft. Nach seiner Freilassung und der Lossagung vom bewaffneten Kampf ging Taufer nach Südamerika und machte dort Gemeinwesenarbeit in den Favelas (Armenvierteln) von Rio. Dort kam er in Kontakt mit dem Weltfriedensdienst, in dessen Vorstand er heute für die Entwicklungszusammenarbeit mit Partnerorganisationen im globalen Süden dieser Welt tätig ist. Vor kurzem erschien im Verlag Assoziation A seine Biographie „Über Grenzen – Vom Untergrund in die Favela“. Mit dem Allmende-Vorsitzenden Ebbe Kögel unterhält er sich über seinen Lebensweg. Eintritt: 6 Euro

 

Samstag, 18.11.2017, 17 Uhr, Museum unter der Yburg, Stetten im Remstal

Vortrag von Michael Buback: Der zweite Tod meines Vaters

An Gründonnerstag 7. April 1977 werden in Karlsruhe der damalige Generalbundesanwalt Siegfried Buback und seine zwei Begleiter Wolfgang Göbel und Georg Wurster von einem Kommando der Roten Armee Fraktion (RAF) erschossen. Dies war der Auftakt zu einer Serie von tödlichen Ereignissen, die als „Deutscher Herbst“ in die Geschichte eingegangen sind.

Die Schüsse in Karlsruhe werden vom Soziussitz eines Motorrads abgegeben. Obwohl viele ZeugInnen eine Frau als Schützin gesehen haben, gehen die Ermittler noch immer von drei männlichen Tätern aus.

Michael Buback, der Sohn des Ermordeten, Professor für physikalische Chemie an der Uni Göttingen, glaubt anfangs die Version der Ermittlungsbehörden. Erst Jahrzehnte später stellt er eigene Nachforschungen an. Und findet Unglaubliches heraus: offensichtlich wurden, zur Verschleierung des wahren Tathergangs, Spuren beseitigt, ZeugInnen nicht gehört und wichtige Hinweise nicht weiterverfolgt. Am Ende steht der Verdacht im Raum, dass es eine Zusammenarbeit zwischen den deutschen Geheimdiensten und einzelnen TerroristInnen gab und gibt. Und eine „schützende Hand“ des Staates über eine Frau gehalten wird, die Mitglied des Karlsruher Tatkommandos war. Darüber hat Michael Buback ein Buch geschrieben, „Der zweite Tod meines Vaters“ (Neuauflage als Taschenbuch 2017 im Verlag Droemer-Knaur) und inzwischen auch weitere Nachforschungen angestellt. Am Samstag, 18.11.2017 um 17 Uhr im Museum unter der Yburg (Hindenburgstr. 24) in Stetten berichtet er bei einer Veranstaltung der Allmende Stetten über den aktuellen Stand seiner Erkenntnisse.

Eintritt: 6 Euro.

 

Bericht von Veranstaltung „Todschick“

Todschick - im wahrsten Sinne des Wortes

Zu einer gemeinsamen Filmveranstaltung von Allmende Stetten, dem Kommunalen Kino Kernen, des AK Solidarische Welt und der Kernen-Masvingo-Gesellschaft fanden am Montagabend 75 BesucherInnen den Weg ins Evangelische Gemeindehaus in Stetten.

Aus Hamburg angereist war auch die Regisseurin des Films, Inge Altemeier, die seit 25 Jahren Dokumentationen über die Zustände in den Ländern dreht, in denen die Mode unserer hiesigen Textilindustrie hergestellt wird. So hat sie fast schon alle Länder in Asien bereist und deren zum Teil haarsträubende Produktionsbedingungen und die Ausbeutung der dortigen Näherinnen und Näher dokumentiert.

Samstag, 11. November 2017, Backhäusle Stetten 

34. Backtag der Allmende im Holzbackofen  

Am Samstag, 11. November 2017 organisiert der Politik- und Kulturverein Allmende den 34. Backtag im Holzbackofen des Backhäusles in der Stettener Mühlgaß.

Dazu ein kleiner Rückblick auf die Entstehung dieser beispielhaften Initiative:

Angeregt durch den Film „d’Elis bachd“, der im Rahmen des „Projekt Dorfgedächtnis“ vor einigen Jahren der Öffentlichkeit präsentiert wurde, finden sich nun regelmäßig 5 bis 10 Interessierte zusammen. Sie backen Brot und Kuchen im Holzbackofen des gemeindeeigenen Backhauses in der Mühlgaß, das seit 1840 existiert. Auch viele private Initiativen sind inzwischen dort wieder tätig, in Gemeinschaft mit anderen Holzbackofen-EnthusiastInnen.

Interessierte sind beim Allmende-Backtag jederzeit herzlich willkommen. Wer mitbacken will, sollte sich bitte bei Ingrid Richter, Tel. 1691804, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden.

Wer neugierig ist, kann aber ab 12 Uhr einfach nur im Backhäusle vorbeischauen.

Ab 9 Uhr wird der Ofen angezündet. Einschießen der Brote ca. 12 Uhr.

 

Die Allmende ist: Heimatkunde - Provinzielle Lebenswege – Projekt Dorfgedächtnis – Kinematograph – Gespräche unter der Yburg – Trockenmauerprojekt + Museumswengert – Ibrs Land bussiird – Allmende Communale + Internationale