Sonntag, 3. April 2011, 15 Uhr, Treffpunkt Oberer Parkplatz am Alten Friedhof
Verlängerung Obergaß (Hindenburgstraße)
Wenn Schdoiner schwäddsa kennded - Führung über den Alten Friedhof von Stetten
Wenn Steine sprechen könnten, dann würden die Grabsteine des Alten Friedhofes in Stetten in der verlängerten Obergaß fast 500 Jahre Dorfgeschichte erzählen. Sie würden erzählen von den Schicksalen der Menschen, die dort bestattet wurden, von ihrem armseligen oder begüterten Leben, von ihrem frommen oder ganz und gar unfrommen Lebenswandel, sie würden erzählen von den Freuden und Tragödien des Lebens. Vor allem aber erzählten sie uns Menschen von unserer Endlichkeit, vom Lebenszyklus, der mit unser aller Tod endet. Deshalb ist ein Friedhof, oder "Herrgottsacker", wie er früher genannt wurde, ein Ort der Besinnung. Er ist aber auch ein bebildertes Geschichtsbuch. Damit dieses Geschichtsbuch besser gelesen werden kann, führt der Heimatforscher Ebbe Kögel über den Alten Friedhof, der im 16. Jahrhundert angelegt und 1763, 1850 und 1951 jeweils erweitert wurde. Er spricht von den Begräbniskulturen in früherer Zeit, von den Grabsteinsymbolen und den damit verbundenen "Moden" und den Menschen, die dort "vrgraba" wurden, wie es im Schwäbischen heißt.
Es soll bei diesem Rundgang auch darauf aufmerksam gemacht werden, wie wichtig es wäre, den Friedhof und seine Grabsteine als Ganzes zu erhalten und unter Schutz zu stellen. Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Heimatkunde".
Unkostenbeitrag: 5 Euro. Kinder und Jugendliche frei.
Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. Es sei denn es regnete in Strömen.
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