Samstag, 28. Januar 2012, 15 Uhr, Museum unter der Yburg, Obergaß 24
Martin Kalusche: Buchvorstellung "Das Schloß an der Grenze" und Werkstattgespräch
Das Schloss an der Grenze
Werkstattgespräch mit
Martin Kalusche
1997 erschien eine Doktorarbeit, in der - ausgehend von einer sehr guten Quellenlage - eingehend die Frage nach Widerstand und Schuld diakonischer Behinderteneinrichtungen in der NS-Diktatur diskutiert wurde: "Das Schloß an der Grenze, Kooperation und Konfrontation mit dem Nationalsozialismus in der Heil- und Pflegeanstalt Stetten". Ein Buch, das für viel Aufsehen sorgte und zum Standardwerk wurde, allerdings seit Jahren vergriffen war. Nun liegt eine komplett überarbeitete Neuauflage vor, die bei einem Werkstattgespräch vorgestellt wird. Der Eintritt ist frei.
Der Autor, Dr. Martin Kalusche, Jahrgang 1960, ist Pastor, Dipl.-Sozialwirt (FH) und Heilpraktiker. Er war von 1990 - 97 als Assistent des Vorstandes in der Diakonie Stetten, bis 2010 im Management der Sozialen Arbeit tätig und hat jetzt eine eigene Praxis für Psychotherapie und Coaching in Hamburg.
Pressestimmen »Es ist, zum Ersten, ein beeindruckendes Geschichtsbuch, keine dem Laienverstand unzugängliche Expertenstudie, sondern ein dicht geschriebener, bedrängender und bewegender Text, der auch den Ermordeten ein erschütterndes Denkmal setzt. Es ist, zum Zweiten, ein staunenswertes Werk des Fleißes – Personenregister, Literaturverzeichnis und Fußnotenfülle zeugen von einer an Besessenheit grenzenden Leidenschaft für wissenschaftliche Präzision. Und es ist, zum Dritten, ein Text, der anhand eines konkreten Beispiels, ohne wohlfeil zu moralisieren, ganz grundsätzliche Fragen der Moral aufwirft. Der Leser wird bei der Lektüre spüren: »Der Abgrund blickt auch in dich hinein.« Waiblinger Kreiszeitung vom 30.12.2011

| < Zurück | Weiter > |
|---|

