Dienstag, 4. Mai 2010, 20 Uhr

TV-Heim Stetten, Am Sportplatz 4

Allmende Kommunalpolitik: "Discounter - Frequenzbringer auf Kosten der Arbeitnehmerrechte?"
Vortrag von Christian Paulowitsch, VERDI


In Zusammenarbeit mit dem BUND.
Vortrag von Christian Paulowitsch, Verdi-Experte für Discounter und Supermarktketten.
Der Bau eines Discounters in Rommelshausen soll ein Allheilmittel sein gegen das Ausbluten der Dorfkerne in Stetten und Rommelshausen und gegen die Krise des Einzelhandels.
Eintritt: 5 Euro.


Seit vielen Jahren schon wird vom Gemeinderat Kernen darüber diskutiert, in Rommelshausen einen Discounter anzusiedeln. Unter einem Discounter versteht man ein Unternehmen des stationären Einzelhandels, das sich (anfangs) durch ein eingeschränktes Warensortiment (im Gegensatz zu einem sogenannten Vollsortimenter), einfache Warenpräsentation und daraus abgeleitete niedrige Preise auszeichnete. Im letzten Vierteljahrhundert wuchsen die Discounter sprunghaft, ihr Anteil am Lebensmitteleinzelhandel beträgt inzwischen 44%.

In der Kernener Diskussion wird die Ansiedlung eines Discounters als Allheilmittel gegen die Krise des Einzelhandels und das Ausbluten der Ortskerne gepriesen, nicht nur für Rommelshausen, sondern auch für Stetten.

Aber wie steht es mit den Arbeitsbedingungen und den Rechten der ArbeitnehmerInnen bei diesen Discountern, deren Marktführer in den letzten Jahren immer wieder durch Verletzung geltender Datenschutz- und Betriebsverfassungsgesetze auf sich aufmerksam machten? Hat die Gemeinde bei einer eventuellen Ansiedlung nicht eine soziale Verantwortung für die dort Beschäftigten?

Christian Paulowitsch aus Urbach, Sekretär bei der Gewerkschaft VERDI im Fachbereich Einzelhandel, beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit SB-Warenhäusern, Verbrauchermärkten, Discountern und Baumärkten und erzählt aus erster Hand über seine Erfahrungen mit den dortigen Arbeitsbedingungen. Außerdem wird er in seinem Vortrag auf das Argument des "Frequenzbringers" eingehen. Es besteht anschließend ausführlich Gelegenheit zur Diskussion. Eintritt: 5 Euro.

Bericht der Waiblinger Kreiszeitung vom 6.05.2010

Bericht der Fellbacher Zeitung vom 6.05.2010