Montag, 26. April 2010, 20 Uhr, TV-Heim Stetten

Prov. Lebenswege mit Wolfgang Lieb, Autor der "Nachdenkseiten"

Wolfgang Lieb ist in Rommelshausen aufgewachsen und war lange Jahre in der Planungsabteilung des Bundeskanzleramtes sowie Regierungssprecher und Staatssekretär in Nordrhein-Westfalen.

Eintritt: 5 Euro.

 

Wolfgang Lieb, Jahrgang 1944, wuchs in der Stettener Straße in Rommelshausen auf. Er profitierte von den Bildungsreformen der Nachkriegszeit, ging als „Arbeiterkind“ aufs Staufer-Gymnasium nach Waiblingen und konnte anschließend studieren. Seine Studien der Rechtswissenschaften führten ihn weit weg vom Remstal, zunächst nach Berlin und zur dortigen „schwäbischen Mafia“, zu der unter anderem auch die Kadritzke-Zwillinge
aus „Rom“ und Hartmut Häußermann aus Waiblingen gehörten. Die aufkommende Studentenbewegung verschlug ihn nach Bonn in den Vorstand eines Studentenverbandes der außerparlamentarischen Opposition (Apo). Danach war er wissenschaftlicher Assistent an der Ruhr-Uni in Essen und später im ostwestfälischen Bielefeld.
Wegen seiner Doktorarbeit, in der er zu begründen versuchte, warum das Kommerz-Fernsehen nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist, wurde er 1979 vom Bonner Kanzleramt unter dem Kanzler Helmut Schmidt angeworben. Nach der „geistig moralischen Wende“ mit Helmut Kohl wechselte er zum nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Johannes Rau, dem er fast 10 Jahre als Regierungssprecher diente. Aus seiner späteren vierjährigen Tätigkeit als Staatssekretär im Wissenschaftsministerium von NRW wurde er dann vom Nachfolger Raus, Wolfgang Clement, in den einstweiligen Ruhestand entlassen.
Heute lebt er als Publizist in Köln und betreut zusammen mit Albrecht Müller die gesellschaftskritischen www.nachdenkseiten.de, eine Internet-Alternative zum veröffentlichten Informations-Einheitsbrei. Mit dem Allmende-Vorsitzenden Ebbe Kögel unterhält sich Wolfgang Lieb über seinen ungewöhnlichen Lebensweg.
Eintritt: 5 Euro

Felbacher Zeitung vom 28.04.2010

Waiblinger Kreiszeitung vom 28.04.2010