Allmende für MB 28-2018 vom 11.7.2018

38. Backtag am 21. Juli

Am Samstag, 21. Juli 2018 organisieren wir wieder einen öffentlichen Backtag im Holzbackofen des Stettener Backhäusles in der Mühlgaß. Es ist die Nr. 38 seit den Anfängen im Mai 2013. Gebacken werden wieder Brot und Kuchen. Der Ofen wird um 9 Uhr angezündet, um 12 Uhr erfolgt das Einschießen der Backwaren. Gäste und Neugierige sind immer herzlich willkommen.

Interessierte können sich telefonisch oder per Email anmelden bei Ingrid Richter, Tel. 169 1804 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Oder einfach im Backhäusle vorbeikommen zum Gucken.

Rückblick Film-Uraufführung

Im Rahmen der Stuttgarter Veranstaltungsreihe „Schlaf Kindlein Schlaf“ über die Morde an behinderten Kindern in der NS-Diktatur zeigten wir am Sa, 30. Juni unseren jüngsten Film aus der Reihe „Projekt Dorfgedächtnis“. Unter dem Titel „Stetten.Grafeneck.1940 – Eine Busfahrt in den Tod“ beschreibt er die schlimmen Ereignisse des Jahres 1940, als 403 Behinderte aus der Anstalt Stetten und der nach Stetten ausgelagerten Anstalt Kork (bei Kehl) in Grafeneck ermordet wurden. (Siehe dazu auch den Beitrag der David Pfeffer Geschichtswerkstatt in diesem MB). Fast 70 BesucherInnen waren gekommen. Im Herbst soll der Film auch in Stetten gezeigt werden.

Wolfgang Lieb kommt!

Der in Rom aufgewachsene Wolfgang Lieb, Jahrgang 1944, später Regierungssprecher und Staatssekretär, kommt am 24.8. zu einem Vortrag in den Museumskeller. Titel: Jenseits der „Lügenpresse“ – Internet statt Zeitung? Bitte Termin vormerken.

Unsere Webseite

www.allmende-stetten.de. Mit allen Infos über unsere Entstehung, Aktivitäten, Programm. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sommerfest

Am Sa, 14. Juli feiern wir unser Garten-Sommerfest. Ab 18 Uhr. Adresse: Heidenäcker 1 (oberhalb Pommergaß). Für Essen + Trinken ist gesorgt. Gäste herzlich willkommen. Kurze Anmeldung erbeten unter Tel. 42866

Allmende für MB 25-2018 vom 20.6.2018

Ein beeindruckender Abend

Einen berührenden Abend erlebten die 75 BesucherInnen, die zu Natascha Wodins Lesung kamen, gemeinsam organisiert von Allmende, Gemeindebücherei und IG Erinnerungsort Zwangsarbeit.

Zu Beginn wurde der Film "Ned amool Ade ksagd" aus der Reihe „Projekt Dorfgedächtnis“ gezeigt. Er enthät Interviews mit Erwin Idler, Heiner Bader, Fritz Herzog (alle bereits verstorben), sowie Günter Lang und Lore Ilg. Sie erinnerten sich an die Zeit von 1940-45, als in Stetten zahlreiche ZwangsarbeiterInnen lebten. Anfangs nur französische Kriegsgefangene, später dann „Fremdarbeiter“ aus Polen und der Sowjetunion. Sie wurden vor allem in der Landwirtschaft und im Weinbau eingesetzt, aber auch im Haushalt oder als Pflegerinnen in den Stuttgarter Krankenhäusern, die kriegsbedingt Ende 1943 ins unser Schloss ausgelagert worden waren.

Extra aus Freiburg war ein Mann angereist, der seine Geburtsurkunde mitgebracht hatte. Sein Geburtsdatum: 27.1.1945 in Stetten. Vielleicht war ihm bei seinem Weg ins Leben eine der sowjetischen Schwesterhelferinnen behilflich, die in der Gynäkologie der Frauenklinik arbeiten mussten und mit ihren Familien im Lager in der Glockenkelter untergebracht waren.

In der anschließenden Lesung aus ihrem Buch „Sie kam aus Mariupol“ erzählte Frau Wodin über das anfängliche Dunkel ihrer Herkunft, das sich erst lichtete, als sie vor 15 Jahren in eine russische Suchmaschine den Namen ihrer Mutter eingab und dann zu ihrer völligen Überraschung mit Hinweisen über deren Herkunft und der ihrer Vorfahren überschwemmt wurde. So konnte sie das Leben von Jewgenia Jakowlewna Iwaschtschenko, Jahrgang 1921, fast vollständig rekonstruieren und ihrer Mutter, die 1956 Selbstmord beging, ein spätes und beeindruckendes Denkmal setzen.

"Stetten.Grafeneck.1940"

Unser nächster Film. Uraufführung Sa, 30.6., 18 Uhr, Stadtpalais Stuttgart!