Freitag, 21. September 2018, 19:30 Uhr, Begegnungsstätte Luginsland Kirche, Barbarossastr. 22 Stuttgart

Die Teichmanns – Ein Leben für die Menschlichkeit 

„Es war einmal ein Handwerker, ein gelernter Nähmaschinenschlosser, Kurt Teichmann, Jahrgang 1904, der auf der Walz seine spätere Frau Dorothea „Dorle“ Seubert, Jahrgang 1906, kennenlernte und heiratete“. So beginnt der jüngste Film aus dem „Projekt Dorfgedächtnis“ der Allmende Stetten. Es handelt sich jedoch um kein Märchen, die Geschichte hat sich so zugetragen.  

Das junge Paar zog 1927 nach Stuttgart, auf den Weißenhof. Dort geriet Kurt 1933 als Sozialdemokrat und Gewerkschafter ins Visier der Nazi-Polizei, wurde verhaftet, im Hotel Silber verhört, später ins KZ Heuberg eingeliefert. Dies hielt die beiden aber nicht davon ab, auch nach seiner Entlassung aus der Haft weiterhin im antifaschistischen Widerstand aktiv zu sein. Sie halfen französischen Kriegsgefangenen, sowjetischen Zwangsarbeiterinnen und jüdischen Kollegen und Nachbarinnen. Akte der Menschlichkeit in einer dunklen Zeit.  

Ihre Taten und Erlebnisse leben wieder auf in den Erzählungen ihres Sohnes Erich, Jahrgang 1930, der die NS-Diktatur als Kind und Jugendlicher miterlebte  

Erich Teichmann zog in den 1950er Jahren in die Beinsteiner Straße nach Rommelshausen, wo er heute noch lebt. Als Konsequenz aus den Kriegserlebnissen gehörte er in den 1970er Jahren zu den aktiven Gründern der Partnerschaftsgesellschaft mit dem französischen St. Rambert d’Albon. 

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