Sonntag, 14. Oktober 2018, 11 Uhr, Freilichtmuseum Beuren
Vortrag Ebbe Kögel: „Oifach nemme kommå« – Vom Verschwinden der Viehjuden im Remstal und im Neckartal“
 
Der Vortrag in der Reihe “Jüdisches Leben” zur Ausstellung im Freilichtmuseum Beuren beleuchtet das Schicksal der Viehjuden in der Region. Der Vortrag ist im Museumseintritt inbegriffen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Bis 1933 wird der Großviehhandel in Rems- und Neckartal weitgehend von jüdischen Viehhändlern aus Esslingen betrieben, die über die Dörfer ziehen und den Bauern Vieh verkaufen oder bei ihnen einstellen.
Nach der Machtübergabe an die Nazis wird der Viehhandel “arisiert”, die jüdischen Händler werden zuerst schikaniert und erhalten dann Berufsverbot. Dies wird beispielhaft am Fall des Berthold Oppenheimer aus Esslingen erklärt, der bekannteste unter den Viehhändlern der Region. Er wird mit seiner ganzen Familie 1941 in Riga ermordet. Ausführlich wird auch die Bedeutung des Viehhandels für die Landwirtschaft der Vorkriegszeit und der Weg in die Bedeutungslosigkeit nach dem 2. Welt-krieg dargestellt.  
Ebbe Kögel stammt aus einer alten Wengerterfamilie in Stetten im Remstal und ist Heimatforscher, Dozent für Regionalgeschichte, Journalist und Dolmetscher/Übersetzer.
Weitere Infos zur Veranstaltungsreihe unter www.freilichtmuseum-beuren.de 

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