Sonntag, 29. Juli 2018, 10:30 Uhr, Clara-Zetkin-Haus Sillenbuch, Gorch-Fock-Str. 26

Vortrag Ebbe Kögel: Wia d’Revoludsjo uffs Dorf kommå isch

 

Entgegen der landläufigen Meinung – und teilweise entgegen den Verlautbarungen der wissenschaftlichen Forschung – ist die Jugendzentrumsbewegung auf dem Land entstanden. Und hatte dort auch ihre stärkste Verwurzelung.

Und wir können es beweisen!

In Wort, Bild, Ton und mit Anschauungsmaterial erzählt der Heimatforscher und Soziologe Ebbe Kögel, Jahrgang 1953, wie im April 1968 in Stetten im Remstal das erste selbstverwaltete Jugendzentrum in der Bundesrepublik entstanden ist.

Er erzählt vom „wilden Jahrzehnt“ zwischen 1967 und 1977, als das Wirtschaftswunder, die Krise der Landwirtschaft und die Bildungsreform der 1960er Jahre die dörfliche Welt vom Kopf auf die Füße stellten. Als die Jugendlichen andere Formen des Zusammenlebens suchten, andere Musik hörten, sich anders kleideten und in Konfrontation gingen zu der Welt der Erwachsenen, in der ihr Lebensentwurf schon vorgezeichnet schien.

Von dieser Rebellion in der Provinz, „dr Revoludsjo“, wie die Alten sagten, erzählt dieser 70-minütige Vortrag. Oder, wie Bob Dylan schon 1964 sang: „The Times they are a-changin“.

Eintritt frei

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