Sonntag, 11. August 2019
Einweihung Dichterblick 
Publikum Einweihung Dichterblick Aug 2019 Foto Seher red
Am Sonntag, 11. August 2019 wurde am oberen Rand der Häder-Weinberge mit über 200 BesucherInnen der sog. "Dichterblick" feierlich eingeweiht.
Die WKZ berichtete darüber.

Hier finden Sie auch die Rede zur Einweihung des Allmende-Vorsitzenden Ebbe Kögel.

 

 

Samstag, 25. August 2019, 9/12 Uhr, Backhäusle, Mühlstraße in Stetten
46. Allmende Backtag
 
Wir backen wieder Brot und Kuchen im Holzbackofen unseres Dorfbackhauses in der Mühlstraße.
Wer mitbacken will, sollte sich bitte anmelden bei
Ingrid Richter, Telefon 169 1804 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Zeitplan: Ofen anzünden: 9 Uhr, Einschießen der Backwaren: ca. 12 Uhr.
Neugierige und Interessierte können auch einfach vorbeikommen.

 

 

Dienstag, 17. September 2019, 18.30 Uhr (!), Glockenkelter, Hindenburgstr. 43, Stetten
Vortrag Helma Sick: "Ein Mann ist keine Altersvorsorge - warum finanzielle Unabhängigkeit für Frauen so wichtig ist"

Viele Frauen sehen mittlerweile, wie wichtig es ist, auch in Partnerschaften ihre Interessen zu vertreten, eine Ehe nicht mehr als Versorgungseinrichtung zu betrachten und wirtschaftliche Nachteile durch Kindererziehung und berufliche Ausfallzeiten nicht einfach hinzunehmen. Und Frauen wissen, sie leben länger, sie brauchen also im Alter mehr Geld.
Helma Sick räumt in ihrem Vortrag auf mit Illusionen, Vorurteilen und falschen Anreizen. An konkreten Beispielen zeigt sie, was überholte Rollenvorstellungen im Leben von Frauen anrichten – und was die Politik und Frauen selbst dagegen tun können.
Sie ist studierte Betriebswirtschaftlerin und Inhaberin einer unabhängigen Finanzberatung für Frauen, schreibt seit vielen Jahren regelmäßig Finanzkolumnen in BRIGITTE und BRIGITTE WOMAN und ist Autorin mehrerer Finanzratgeber.
Im März 2019 ist die aktualisierte Neuausgabe ihres Buches „Ein Mann ist keine Altersvorsorge“ erschienen.
Eintritt: 12 Euro. (10 Euro im Vorverkauf. Nur über die Familienbildungsstätte Waiblingen www.fbs-waiblingen.de).
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte Waiblingen und der Gemeindebücherei Kernen

 

 

Freitag, 20. September 2019, 19.30 Uhr, Begegnungsstätte Luginsland, Arosastr. 52
Film: Stetten.Grafeneck.1940 – Eine Busfahrt in den Tod“
 
403 Behinderte aus der Anstalt Stetten und der 1939 nach Stetten ausgelagerten badischen Anstalt Kork wurden 1940 mit den „Grauen Bussen“ nach Grafeneck transportiert und dort vergast. Von den Vertretern der Nazi-Diktatur wurde diese offiziell „Aktion T4“ genannte Mordaktion als „Euthanasie“ = „sanfter Tod“ für die Behinderten verbrämt.
Dorf und Anstalt Stetten taten sich lange schwer mit der Erinnerung an das Geschehen.
Erst 70 Jahre später fand in Stetten eine große Gedenkaktion statt. Im Dorf wurden 403 Stühle mit den Namen der Ermordeten aufgestellt, mit Hussen (Stoffüberzüge für Rückenlehnen), die von Familienangehörigen, Schulklassen und KünstlerInnen gestaltet wurden.
Während und nach der Gedenkaktion hat die Allmende im Rahmen des "Projekt Dorfgedächtnis" zahlreiche Interviews geführt, unter anderem mit vielen ZeitzeugInnen. Mit der 40-minütigen Dokumentation „Stetten.Grafeneck.1940“ entstand ein Kaleidoskop der Erfahrungen und der unterschiedlichen Reaktionen auf die Behindertenmorde.

 

 

Do, 26. September 2019, 19.30 Uhr, Ort wird noch bekanntgegeben, Rommelshausen
Ebbe Kögel beim Männervesper: „Vom Pietismus zum Anarchismus“

Ebbe Kögel, Jahrgang 1953, stammt mütterlicherseits aus einer alten Stettener Wengerterfamilie. Deren Großfamilienstruktur war prägend für sein späteres Leben. Genauso wie die praktizierte christliche Nächstenliebe seiner Großmutter und die von seinem Großvater verkörperte Einheit zwischen Natur und kleinbäuerlicher Produktionsweise.
Nach einer gescheiterten Schulkarriere Lehre als Maschinenschlosser beim Bosch und zwanzigjährige Berufstätigkeit in diesem Beruf, teilweise auch im europäischen Ausland.
Mit 40 Jahren (auf dem 2. Bildungsweg) Studium der Soziologie in Hamburg, Chicago und London.
Danach Pflege der Eltern und Tätigkeit als Bademeister und Heimatforscher.
Die politische Bewusstwerdung erfolgte in den 1970er Jahren durch die Bewegung für ein selbstverwaltetes Jugendzentrum in Stetten und die Tätigkeit als Jugendvertreter und später gewerkschaftlicher Vertrauensmann in der IG Metall. 
In dieser Zeit gab es erste Berührungen mit den Ideen des Anarchismus, die bei späteren Auslandsaufenthalten in vielen persönlichen Begegnungen vertieft wurden.
2005 Gründung des Politik- und Kulturvereins Allmende Stetten. Seit 2014 Gemeinderat für das Parteifreie Bündnis PFB.

 

 

Freitag, 27. September 2019, 20 Uhr, Glockenkelter, Obergaß 43 (Hindenburgstr.), Stetten
Provinzielle Lebenswege mit Arno Luik

Arno Luik, Jahrgang 1955, geboren im schwäbischen Königsbronn, der Heimat von Georg Elser. Er studierte Amerikanistik und Sport in Tübingen, Wales und in den USA und wurde Journalist und Autor. Er arbeitete für Geo und den Tagesspiegel, war Chefredakteur der taz und langjähriger STERN-Autor in Hamburg.
2010 schrieb er erstmals kritisch über das Immobilienprojekt Stuttgart 21 und trug mit der Veröffentlichung von bis dahin geheimgehaltenen Akten dazu bei, die Lügen der Verantwortlichen zu entlarven und das schwäbische Murksprojekt bundesweit bekannt zu machen.
Sein jüngstes Buch „Schaden in der Oberleitung – Das geplante Desaster der Deutschen Bahn“, erscheint Anfang September 2019 und analysiert die katastrophalen Zustände beim größten deutschen Staatskonzern. Und benennt die Verantwortlichen dafür. Sie sitzen in Berlin. In der Bundesregierung, im Bundestag. Und seit Jahren im Hochhaus der Deutschen Bahn am Potsdamer Platz in Berlin.
Und die Katastrophe hat System: Seit der Bahnreform im Jahr 1994, nach der die Bahn an die Börse sollte, handeln die Bahn-Verantwortlichen, als wollten sie die Menschen zum Autofahren erziehen.
Mit dem Allmende-Vorsitzenden Ebbe Kögel unterhält sich Arno Luik über seinen Lebensweg und über sein jüngstes Buch.
In Zusammenarbeit mit K21 Kernen und dem Bündnis Rems-Murr für Kopfbahnhof Stuttgart.
Eintritt: 6 Euro

 

 

Montag, 21. Oktober 2019, 20 Uhr, Museum unter der Yburg, Obergaß 24 (Hindenburgstr.), Stetten
Lesung Norbert F. Pötzl: Der Treuhand-Komplex. Legenden. Fakten. Emotionen

Die Treuhandanstalt war eine in der Spätphase der DDR gegründete Anstalt des Öffentlichen Rechts, mit der Aufgabe, die volkseigenen Betriebe der DDR nach den Grundsätzen der Sozialen Marktwirtschaft zu privatisieren und die „Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern“. So die offizielle Beschreibung ihrer Tätigkeit.
Für viele ehemalige DDR-Bürger war sie (und ist sie bis heute) ein kapitalistisches Ungetüm und der Sündenbock für alle negativen Entwicklungen in den neuen Bundesländern. Viele machen sie auch für die aktuellen Wahlerfolge der AfD in Ostdeutschland verantwortlich
Norbert Pötzl hat sich intensiv mit der Geschichte der Treuhand beschäftigt und als Erster die seit Kurzem im Bundesarchiv zugänglichen Treuhand-Akten gesichtet. Er unterzieht in seinem im September 2019 erscheinenden Buch „Der Treuhand-Komplex“ anhand der Fakten alle Meinungen, die über die Treuhand kursieren, einer eingehenden Analyse. Er untersucht, ob die Treuhand seinerzeit tatsächlich böswillig DDR-Staatsvermögen verschleudert und die Bevölkerung um dessen Besitz gebracht hat und bringt die unterschätzte (und oft unterschlagene) Rolle ostdeutscher Akteure bei der Entstehung der Treuhand und in der Privatisierungspraxis an die Öffentlichkeit.
Norbert Pötzl, Jahrgang 1948, wuchs in Waiblingen auf und machte am Staufer-Gymnasium sein Abitur. Nach Stationen bei verschiedenen süddeutschen Lokal- und Regionalzeitungen war er von 1972 bis 2013 als Redakteur für das Hamburger Nachrichtenmagazin Der Spiegel tätig.
Er ist Autor zahlreicher Bücher und Biographien (u.a. über die Barschel-Affäre, Honecker und Bismarck). Im Februar 2018 war er mit seinem Buch „Casablanca 1943“ bei den Provinziellen Lebenswegen der Allmende zu Gast.
Eintritt: 6 Euro

 

 

Mittwoch, 6. November 2019, 19 Uhr, Ev. Gemeindehaus, Ellenhofener Str. 10 (beim Rathaus), Lehrensteinsfeld (bei Heilbronn)
„August Lämmle und Josef Eberle – schwäbische Dichter zwischen Anpassung und Widerstand“

Die nach wie vor besten – wenn auch oft in Vergessenheit geratenen – Gedichte in schwäbischer Mundart stammen aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts, von den Dichtern August Lämmle und Sebastian Blau alias Josef Eberle.
Bei einem Vortrag mit vielen Beispielen ihrer Reimkunst befasst sich die Stettener Regionalhistoriker Ebbe Kögel mit dem Leben dieser zwei Dichter und insbesondere mit ihrem Verhalten in der NS-Diktatur, das unterschiedlicher nicht hätte sein können: Lämmle als Verherrlicher der Nazis und Eberle widerständig.
August Lämmle (1876–1962), ein Schulmeister, wurde vor allem durch seine Sammlungen schwäbischer Geschichten und schwäbischen Brauchtums bekannt. 1900 war er Lehrer in Stetten und veröffentlichte Geschichten zum Pfeffer von Stetten. Nach der Machtübergabe an die NSDAP wurde er ein glühender „Blut-und-Boden“ Dichter und Hitler-Verehrer und machte Karriere, u.a. als Präsident der Reichsschrifttumskammer.
Ganz anders Josef Eberle (1901-1986): Nach einer Buchhändlerlehre kam er als Lektor zum Süddeutschen Rundfunk. Dort erhielt er 1933 Berufsverbot und hielt sich anschließend mit dem Verfassen schwäbischer Gedichte unter dem Pseudonym Sebastian Blau über Wasser. Als die Nazis seine jüdische Ehefrau deportieren wollten, ging er mit ihr in den Untergrund. Nach dem Krieg wurde er Herausgeber der „Stuttgarter Zeitung“.
Im Vergleich der beiden Lebensläufe wird die Bandbreite der Wahlmöglichkeiten zwischen Anpassung und Widerstand in einer Diktatur skizziert.
Vortrag in schwäbischer Sprache. 
Eine Veranstaltung des Fördervereins Dorfkultur Lehrensteinsfeld, https://foerderverein-dorfkultur.lehrensteinsfeld.de

 

 

Dienstag, 19. November 2019, 20 Uhr, Glockenkelter, Hindenburgstr. 43, Stetten im Remstal
Film: Naomis Reise
In Anwesenheit der Regisseurs Frieder Schlaich

Naomi, 20, lebt mit ihren kleineren Geschwistern in Peru ein einfaches Leben. Nur die große Schwester lebt das scheinbare Glück, verheiratet in Deutschland. Aber dann ist sie tot, ermordet von ihrem deutschen Ehemann. Naomi ist wie betäubt. Die Mutter nach Deutschland zu begleiten, ins Land der Tat, ist das Letzte, was sie sich vorstellen kann. Und dann tut sie es doch und nimmt als Nebenklägerin am Prozess in Berlin teil. Die Presse schreibt: Mit unglaublicher dokumentarischer Präzision und der Einfühlungskraft des Kinos inszeniert Frieder Schlaich diese Drama, das auf einer wahren Begebenheit beruht. Es ist aber vor allem Naomis Blick auf Berlin und die bundesdeutsche gesellschaftliche Wirklichkeit, die dem Film seine Schärfe gibt. Das Paradies, in der sie ihre Schwester glaubte, ist keins. Der Prozess der nüchternen Entzauberung zeigt ein breites Spektrum an Gefühlen: wenn Naomi am Ende mit dem Fahrrad durch Berlin fährt, dann erscheint die Frage, ob auch sie in diesem Land leben wird, kann oder muss, in ganz neuem Licht.
In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Solidarische Welt, der Kernen-Masvingo-Gesellschaft und dem Kommunalen Kino Kernen. Weitere Kooperationspartner: Bildung trifft Entwicklung BtE, Dachverband Entwicklungspolitik DEAB, Engagement Global, Evangelischem Zentrum für Entwicklungspolitische Filmarbeit EZEF. Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Eintritt: 6 Euro

Zusätzliche Informationen