Samstag 21. Juli 2018, Backhäusle Stetten

38. Backtag der Allmende im Holzbackofen

Am Samstag, 21. Juli 2018 organisieren wir wieder einen öffentlichen Backtag im Holzbackofen des Stettener Backhäusles in der Mühlgaß im Dorfzentrum. Es ist die Nr. 38 seit den Anfängen im Mai 2013. Gebacken werden Brot, Obstkuchen, „Heffåkranz“, Pizza und andere Leckereien.

Der Ofen wird um 9 Uhr angezündet, um 12 Uhr erfolgt das Einschießen der Backwaren. Gäste und Neugierige sind immer herzlich willkommen.

Back-Interessierte können sich telefonisch oder per Email anmelden bei Ingrid Richter, Tel. 169 1804 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wer nur neugierig ist, schaut ab 12 Uhr im Backhäusle vorbei.

 

Sonntag, 29. Juli 2018, 10:30 Uhr, Clara-Zetkin-Haus Sillenbuch, Gorch-Fock-Str. 26

Vortrag Ebbe Kögel: Wia d’Revoludsjo uffs Dorf kommå isch

 

Entgegen der landläufigen Meinung – und teilweise entgegen den Verlautbarungen der wissenschaftlichen Forschung – ist die Jugendzentrumsbewegung auf dem Land entstanden. Und hatte dort auch ihre stärkste Verwurzelung.

Und wir können es beweisen!

In Wort, Bild, Ton und mit Anschauungsmaterial erzählt der Heimatforscher und Soziologe Ebbe Kögel, Jahrgang 1953, wie im April 1968 in Stetten im Remstal das erste selbstverwaltete Jugendzentrum in der Bundesrepublik entstanden ist.

Er erzählt vom „wilden Jahrzehnt“ zwischen 1967 und 1977, als das Wirtschaftswunder, die Krise der Landwirtschaft und die Bildungsreform der 1960er Jahre die dörfliche Welt vom Kopf auf die Füße stellten. Als die Jugendlichen andere Formen des Zusammenlebens suchten, andere Musik hörten, sich anders kleideten und in Konfrontation gingen zu der Welt der Erwachsenen, in der ihr Lebensentwurf schon vorgezeichnet schien.

Von dieser Rebellion in der Provinz, „dr Revoludsjo“, wie die Alten sagten, erzählt dieser 70-minütige Vortrag. Oder, wie Bob Dylan schon 1964 sang: „The Times they are a-changin“.

Eintritt frei

 

Freitag, 24. August 2018, 20 Uhr, Museum unter der Y-Burg, Hintenburgstr. 24

Vortrag Wolfgang Lieb: „Jenseits der Lügenpresse“

Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen erleiden seit Jahren Verluste an Qualität, Vielfalt und Nutzern. Ist das Internet ein gleichwertiger Ersatz? Das ist die Kernfrage für die Zukunft der veröffentlichten Meinung und damit auch für eine demokratische Meinungsbildung. 

An die Stelle des öffentlichen Meinungsaustauschs, an dem sich viele beteiligen, tritt eine Vielzahl von Teil-Öffentlichkeiten, die sich voneinander abschließen, ausschließlich unter Gleichgesinnten austauschen und sich von den Diskussionen der Mehrheitsgesellschaft abkapseln. Wie kann man Fairness und Verantwortlichkeit ins Zeitalter der Internetkommunikation bringen? 

Über diese Entwicklungen spricht und diskutiert mit uns Dr. Wolfgang Lieb, Jahrgang 1944, aufgewachsenen in Rommelshausen, früher Regierungssprecher der Landesregierung und Staatssekretär im Wissenschaftsministerium NRW. nach 2003 Mitherausgeber und Autor einer politischen Website und heute „Blogger“, vornehmlich im Blog der Republik.Eintritt: 6 Euro. 


 

Freitag, 21. September 2018, 19:30 Uhr, Begegnungsstätte Luginsland Kirche, Barbarossastr. 22 Stuttgart  

Die Teichmanns – Ein Leben für die Menschlichkeit 

„Es war einmal ein Handwerker, ein gelernter Nähmaschinenschlosser, Kurt Teichmann, Jahrgang 1904, der auf der Walz seine spätere Frau Dorothea „Dorle“ Seubert, Jahrgang 1906, kennenlernte und heiratete“. So beginnt der jüngste Film aus dem „Projekt Dorfgedächtnis“ der Allmende Stetten. Es handelt sich jedoch um kein Märchen, die Geschichte hat sich so zugetragen.  

Das junge Paar zog 1927 nach Stuttgart, auf den Weißenhof. Dort geriet Kurt 1933 als Sozialdemokrat und Gewerkschafter ins Visier der Nazi-Polizei, wurde verhaftet, im Hotel Silber verhört, später ins KZ Heuberg eingeliefert. Dies hielt die beiden aber nicht davon ab, auch nach seiner Entlassung aus der Haft weiterhin im antifaschistischen Widerstand aktiv zu sein. Sie halfen französischen Kriegsgefangenen, sowjetischen Zwangsarbeiterinnen und jüdischen Kollegen und Nachbarinnen. Akte der Menschlichkeit in einer dunklen Zeit.  

Ihre Taten und Erlebnisse leben wieder auf in den Erzählungen ihres Sohnes Erich, Jahrgang 1930, der die NS-Diktatur als Kind und Jugendlicher miterlebte  

Erich Teichmann zog in den 1950er Jahren in die Beinsteiner Straße nach Rommelshausen, wo er heute noch lebt. Als Konsequenz aus den Kriegserlebnissen gehörte er in den 1970er Jahren zu den aktiven Gründern der Partnerschaftsgesellschaft mit dem französischen St. Rambert d’Albon. 

 

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 20:00 Uhr, Club Manufaktur,Hammerschlag 8 Schorndorf

Vortrag Ebbe Kögel: "Wia d'Revoludsjo enns Remsdal komma isch" 

Im April 1968 wurde in Stetten im Remstal das erste selbstverwaltete Jugendzentrum der Bundesrepublik gegründet. Entgegen der landläufigen Meinung – und teilweise entgegen den Verlautbarungen der wissenschaftlichen Forschung – ist die Jugendzentrumsbewegung auf dem Land entstanden. Und hatte dort ihre stärkste Verwurzelung, unter anderem auch im Rems-Murr-Kreis.  
Und wir können es beweisen! 
In Wort, Bild, Ton und mit Anschauungsmaterial erzählt der Heimatforscher und Soziologe Ebbe Kögel, Jahrgang 1953, vom „wilden Jahrzehnt“ zwischen 1967 und 1977, als das Wirtschaftswunder, die Krise der Landwirtschaft und die Bildungsreform der 1960er Jahre die Remstäler Welt vom Kopf auf die Füße stellten. Als die Jugendlichen andere Formen des Zusammenlebens suchten, andere Musik hörten, sich anders kleideten und in Konfrontation gingen zu der Welt der Erwachsenen, in der ihr Lebensentwurf schon vorgezeichnet schien. Es war eine Rebellion in der Provinz, „å Revoludsjo“, wie die Alten sagten. Oder, wie Bob Dylan schon 1964 sang: „The Times They Are A-Changin’“. 
Eintritt: 
5.- Euro Vvk plus Gebühr 
8.- Euro Abendkasse 
4.- Euro Mitglieder 
Direkt im Manufaktur Büro gekaufte Karten sind ohne Gebühr. Direkt vom Büro aus via Post versandte Karten kosten eine Bearbeitungsgebühr von 2.- Euro.

 

Sonntag, 14. Oktober 2018, 11 Uhr, Freilichtmuseum Beuern 

Vortrag Ebbe Kögel: »Oifach nemme kommå« – Vom Verschwinden der Viehjuden im Remstal und im Neckartal 

Der Vortrag in der Reihe “Jüdisches Leben” zur Ausstellung im Freilichtmuseum Beuren beleuchtet das Schicksal der Viehjuden in der Region. Der Vortrag ist im Museumseintritt inbegriffen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Bis 1933 wird der Großviehhandel in Rems- und Neckartal weitgehend von jüdischen Viehhändlern aus Esslingen betrieben, die über die Dörfer ziehen und den Bauern Vieh verkaufen oder bei ihnen einstellen.  
Nach der Machtübergabe an die Nazis wird der Viehhandel “arisiert”, die jüdischen Händler werden zuerst schikaniert und erhalten dann Berufsverbot. Dies wird beispielhaft am Fall des Berthold Oppenheimer aus Esslingen erklärt, der bekannteste unter den Viehhändlern der Region. Er wird mit seiner ganzen Familie 1941 in Riga ermordet. Ausführlich wird auch die Bedeutung des Viehhandels für die Landwirtschaft der Vorkriegszeit und der Weg in die Bedeutungslosigkeit nach dem 2. Welt-krieg dargestellt.  

Ebbe Kögel stammt aus einer alten Wengerterfamilie in Stetten im Remstal und ist Heimatforscher, Dozent für Regionalgeschichte, Journalist und Dolmetscher/Übersetzer. 

 Weitere Infos zur Veranstaltungsreihe unter www.freilichtmuseum-beuren.de 

 

Dienstag, 13. November 2018, 20 Uhr, Ev. Gemeindehaus, Mühlstr. 1, Stetten

Film „Vorhang auf für Gaza“

Nach den ersten israelischen Angriffen auf Gaza 2008/2009 schrieben 33 Teenager in Gaza ihre Erfahrungen und Erlebnisse während des Krieges nieder. Das Projekt, initiiert vom ASHTAR-Theater (Ramallah), mündete in ein Theaterstück mit dem Titel „Die Gaza Monologe“. Bis heute wurde es in über 80 Städten in 40 Ländern aufgeführt, auch im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York. Da der Gazastreifen seit 2006 abgeriegelt ist, konnten die meisten dieser Aufführungen nicht von den Verfassern der Monologe aus Gaza selbst durchgeführt werden. Für sie sprang ein Ensemble des ASHTAR-Theaters aus Ramallah ein. Im Jahr 2016 – nach zwei weiteren Kriegen in Gaza (2012 und 2014) – erreicht die jungen Theaterleute in Gaza die Einladung, ihre „Monologe“ in Ramallah im Westjordanland bei einem internationalen Jugendtheaterfestival aufzuführen. Für sie alle wäre es der erste Besuch des anderen Teils ihres Heimatlandes. Ob sie jedoch fahren dürfen, hängt von der Reisegenehmigung der israelischen Besatzungsbehörde ab.
Der Film begleitet sieben der junge Schauspielerinnen und Schauspieler während der Zeit des Wartens, des Probens, des Bangens und Hoffens und zeigt, was es bedeutet, als junger Mensch unter der Besatzung in Gaza zu leben. Die jungen Menschen sprechen aber auch über die schönen Dinge in Gaza: über die Bedeutung von Theater und Kunst, über Freundschaft und Liebe.
Ein Film von Sabrina Dittus (Deutschland, Palästina 2016, 55 Min. )
Im Rahmen des Globalen Filmherbst 2018 von Engagement Global.
In Anwesenheit der Regisseurin.
 
 

Die Allmende ist: Heimatkunde - Provinzielle Lebenswege – Projekt Dorfgedächtnis – Kinematograph – Gespräche unter der Yburg – Trockenmauerprojekt + Museumswengert – Ibrs Land bussiird – Allmende Communale + Internationale

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