Samstag 09. Juni 2018, 14 – 17 Uhr, Begegnungsstätte Stetten, St.-Pierre-Platz 3

Kleidertausch für Jedermann/Jedefrau

  

Endlich ist es soweit! Der erste Kleidertausch für Jedermann/Jedefrau in Kernen.

Wer kennt sie nicht, die Kleidungsstücke, die seit Jahren im Kleiderschrank schlummern und nur darauf warten getragen zu werden.

Am 09.06.2018 von 14 Uhr bis 17 Uhr, in und um die Begegnungsstätte Stetten/ehemaliges Rathaus (St. Pierre-Platz 3, 71394 Kernen) habt Ihr die Chance eure Schrankhüter gegen neue Kleider einzutauschen - und gleichzeitig etwas für die Umwelt zu tun.

So funktioniert’s:

Jeder, ob Jung oder Alt, Mann oder Frau ist willkommen, Kleider mit zu bringen, die nicht mehr passen bzw. gefallen. Alle Arten von Kleidungsstücken außer Unterwäsche und Socken sind erlaubt. Natürlich dürfen auch Taschen, Accessoires oder Schuhe mitgerbacht werden. Wichtig ist, dass alle Teile gut erhalten und frisch gewaschen sind, gegebenen falls werden sie nicht angenommen.
Nachdem die Klamotten nach Größen sortiert auf Kleiderständern und Tische verteilt werden, kann los getauscht werden. Einfach umschauen, anprobieren und mitnehmen.

Gerne darf mehr mitgenommen werden, als man gebracht hat oder mehr abgegeben werden, als man mitgenommen hat. Bitte alles in Maßen und nur für den Eigenbedarf!

Falls etwas doch nicht ganz passen sollte, können gegen eine kleine Spende simple Änderungen mit der Nähmaschine vor Ort vorgenommen werden.

Kleidungsstücke, die keinen neuen Besitzer gefunden haben, dürfen wieder mitgenommen werden oder gehen als Spenden an die Diakonie Stetten.

Ab 11 Uhr können bereits Kleider abgegeben werden.

Bis zum Tausch kann direkt neben an (Kirchenvorplatz der Ev.Kirche) auf dem Flohmarkt der Ev. Gemeinde und dem Bücherflohmarkt der Gemeindebücherei Kernen gestöbert und sich mit Essen und Trinken gestärkt werden.

In Zusammenarbeit mit dem BUND Kernen, der Kernen – Masvingo – Gesellschaft und FreundInnen.

 

Freitag,15. Juni 2018, 20 Uhr, Glockenkelter, Obergaß 43 (Hindenburgstraße), Stetten im Remstal

Lesung Natascha Wodin: Sie kam aus Mariupol

  

„Wenn du gesehen hättest, was ich gesehen habe“ - Natascha Wodins Mutter sagte diesen Satz immer wieder und nahm doch, was sie meinte, mit ins Grab. Da war die Tochter zehn Jahre alt und wusste nicht viel mehr, als dass sie zu einer Art Menschenunrat gehörte, zu irgendeinem Kehricht, der vom Krieg übriggeblieben war. Wieso lebten sie in einem der Lager für "Displaced Persons"?

Als "DP" = Displaced Persons wurden in der unmittelbaren Nachkriegszeit alle Zivilpersonen bezeichnet, die sich kriegsbedingt außerhalb ihres Heimatstaates aufhielten und ohne Hilfe nicht zurückkehren konnten. Insbesondere ZwangsarbeiterInnen und jüdische Überlebende des Holocaust. 

Woher kam die Mutter, und was hatte sie erlebt? Erst Jahrzehnte später lüftet sich das Geheimnis ihrer Herkunft, erst ein bisschen, dann immer mehr.

„Sie kam aus Mariupol“ ist das außergewöhnliche Buch einer Spurensuche. Natascha Wodin geht dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die aus der Hafenstadt Mariupol stammte und mit ihrem Mann 1943 als "Ostarbeiterin" nach Deutschland verschleppt wurde. Sie erzählt beklemmend, ja bestürzend intensiv vom Anhängsel des Holocaust, einer Fußnote der Geschichte: der Zwangsarbeit im Dritten Reich.

Natascha Wodin, 1945 als Kind sowjetischer Zwangsarbeiter in Fürth/Bayern geboren, wuchs erst in deutschen DP-Lagern, dann, nach dem frühen Tod der Mutter, in einem katholischen Mädchenheim auf. 2015 erhielt die Autorin den Alfred-Döblin-Preis.

Eintritt 8 €

In Zusammenarbeit mit der Gemeindebücherei Kernen und der Interessengemeinschaft Erinnerungsort Zwangsarbeit.

Mit freundlicher Unterstützung der Gemeinde Kernen, Bürgerstiftung Kernen und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg.

 

Samstag, 30. Juni 2018, 17.30 Uhr, Stadtpalais, Konrad-Adenauer-Straße 2, Stuttgart

Film-Uraufführung: Stetten. Grafeneck. 1940

 

Der neue Allmende-Film aus der Reihe „Projekt Dorfgedächtnis“. Stuttgarter Uraufführung im Rahmen der Veranstaltungswoche „Schlaf, Kindlein, Schlaf“.

403 Behinderte aus der Anstalt Stetten und der 1939 nach Stetten ausgelagerten badischen Anstalt Kork wurden 1940 mit den „Grauen Bussen“ nach Grafeneck transportiert und dort vergast.

70 Jahre später fand in Stetten eine Gedenkaktion statt. Im Dorf wurden 403 Stühle mit den Namen der Ermordeten aufgestellt, mit Hussen, die von Familienangehörigen, Schulklassen und KünstlerInnen gestaltet wurden. Im Rahmen der Gedenkaktion wurden zahlreiche Interviews mit ZeitzeugInnen aus dem Dorf, VertreterInnen der Einrichtung, Verwandten und Nachkommen der Toten geführt. So entstand ein Kaleidoskop der Erfahrungen und unterschiedlichen Reaktionen auf die „Euthanasie“.

Eintritt frei.

 

Dienstag, 10. Juli 2018, 19:30 Uhr, Wildermuthsaal, Diakonie Stetten, Am Schloßberg
Gespräch mit Monika Steinbuch und Hagen Klee: Pflegenotstand. Was tun?
 
Die PolitikerInnen haben es anscheinend immer noch nicht begriffen oder möchten es nicht begreifen: Seit Jahren ist das Thema in der Presse: Was erwarten Sie, wenn Sie ins Krankenhaus müssen?Mit Sicherheit eine gute medizinische und pflegerische Versorgung. Mindestens genauso wichtig ist menschliche Zuwendung.
Unter den jetzigen Bedingungen ist das nicht gegeben.Es fehlt an Personal in den Krankenhäusern. Nach Berechnungen der Gewerkschaft Verdi fehlen in Baden-Württemberg über 17 000 Stellen im nichtärztlichen Bereich. Gleichzeitig wird das vorhandene Personal weit über die Belastungsgrenze hinaus beansprucht.Eine gute medizinische Versorgung kann somit nicht mehr gewährleistet werden.
Das Stuttgarter „Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus“ möchte dieser Entwicklung etwas entgegensetzen. Monika Münch – Steinbuch (ehem. Narkoseärztin im KH) und Hagen Klee (Betriebsrat Klinikum LB) berichten uns, wie wir, als potenzielle PatientInnen, diese Kampagne unterstützen können. Auch über Fachkräfte in Pflegeheimen und im ambulanten Bereich wird gesprochen werden.Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Parteifreien Bündnis.
Eintritt frei.

 

Die Allmende ist: Heimatkunde - Provinzielle Lebenswege – Projekt Dorfgedächtnis – Kinematograph – Gespräche unter der Yburg – Trockenmauerprojekt + Museumswengert – Ibrs Land bussiird – Allmende Communale + Internationale

Zusätzliche Informationen